Maximilian Schmidt
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Der ehrliche Vergleich

Agentur, Freelancer oder technischer Mitgründer — wer baut Ihre Software?

Die kurze Antwort

Agenturen liefern ein MVP in 3–6 Monaten für 30.000–150.000 €, Freelancer in 2–4 Monaten für 15.000–40.000 €, ein technischer Mitgründer kostet 20–30 % Ihrer Firma. Ein Gründungs-CTO mit Beteiligung baut den Prototyp in 2–4 Wochen zum Festpreis von 30.000–60.000 € — und bleibt danach als technische Führung an Bord. Warum welche Option wann passt, steht unten im Detail.

Die Frage, die sich jeder Unternehmer ohne Tech-Kopf stellt

Sie haben ein Geschäftsmodell, das Software braucht — und keinen Menschen im Haus, der sie baut. Ab da gibt es vier Wege, und jeder hat einen Preis, der nicht auf dem Angebot steht: Zeit, Anteile, Abhängigkeit oder Ihre eigenen Abende. Ich lese seit Jahren die Angebote, die Unternehmer vor unserem ersten Gespräch eingeholt haben. Die Unterschiede sind selten dort, wo die Anbieter sie hinschreiben. Deshalb hier der Vergleich, den ich mir selbst gewünscht hätte — mit Zahlen, und mit der Spalte, in der ich selbst stehe.

AgenturFreelancerTechn. MitgründerSelbst (Vibe Coding)Gründungs-CTO mit Beteiligung
Zeit bis zum ersten anklickbaren Produkt3–6 Monate2–4 Monateoffen (erst suchen)1 Wochenende2–4 Wochen
Kosten bis dahin30–150 k€15–40 k€20–30 % der Firma0 € + Ihre Zeit2.500 € Konzept + 30–60 k€ Prototyp
Wem der Code gehörtIhnen (meist)Ihnender FirmaIhnenIhnen, immer
Wer nach dem Launch bleibtniemandniemandMitgründer (für immer)Sie alleinich, als CTO auf Zeit oder Gesellschafter
Wer das Risiko trägtSieSiebeideSiebeide, wenn ich mich beteilige
Investoren-/Partnergesprächeohne Technik am Tischohnemitohnemit

Die Zahlen sind Erfahrungswerte aus über 45 Projekten und hunderten gelesenen Angeboten — keine Garantie, aber eine ehrliche Orientierung.

Wann die Agentur richtig ist — und wann nicht

Eine gute Agentur ist die richtige Wahl, wenn Sie exakt wissen, was gebaut werden soll, ein internes Team die Abnahme steuern kann und das Produkt nach der Übergabe von eigenen Leuten weiterentwickelt wird. Dann kaufen Sie Kapazität, und das funktioniert. Es funktioniert nicht, wenn die Agentur Ihre Produktentscheidungen treffen soll: Dann entscheidet ein Projektleiter, der Sie zwei Stunden pro Woche sieht, über Dinge, die Ihr Geschäftsmodell tragen müssen. Und nach dem Launch beginnt das eigentliche Problem — die Entwickler sind im nächsten Projekt, jede Änderung ist ein Change-Request, und niemand am Tisch haftet dafür, dass das System Geld verdient.

Wann der Freelancer richtig ist

Ein erfahrener Freelancer ist unschlagbar für ein klar umrissenes Gewerk: eine Integration, ein Modul, ein Redesign. Für ein ganzes Produkt heißt das Modell aber: Sie sind der Projektleiter. Sie priorisieren, Sie entscheiden über Architektur, Sie merken erst spät, wenn etwas in die falsche Richtung läuft — denn genau die Person, die das beurteilen könnte, versuchen Sie ja gerade einzukaufen. Dazu kommt das Klumpenrisiko: Wird der Freelancer krank, wechselt er das Projekt oder das Land, steht Ihr Produkt.

Der Mitgründer-Irrtum

„Ich suche einen technischen Mitgründer“ ist der teuerste Satz in diesem Vergleich. Nicht, weil Mitgründer schlecht wären — sondern weil die meisten Unternehmer einen Mitarbeiter meinen und einen Miteigentümer bezahlen. 20 bis 30 Prozent der Firma für Technik, die in den ersten Monaten entsteht: Das ist bei einer späteren Bewertung von zwei Millionen Euro ein Preis von einer halben Million — für Arbeit, die als Festpreis einen Bruchteil kostet. Rechnen Sie es für Ihren Fall durch: der Mitgründer-Rechner. Ein Mitgründer ist dann richtig, wenn er mehr mitbringt als Code: eigenes Netzwerk, Marktzugang, Kapital, echtes unternehmerisches Risiko. Wer nur die Umsetzung sucht, findet monatelang niemanden — und gibt am Ende Anteile für etwas, das man kaufen kann.

Selbst bauen mit KI — ernsthafter, als es klingt

Mit heutigen KI-Werkzeugen bauen Unternehmer ohne Vorkenntnisse an einem Wochenende einen anklickbaren Prototyp. Ich habe darüber ein Buch geschrieben, und ich meine es ernst: Probieren Sie es aus. Sie lernen dabei mehr über Ihr eigenes Produkt als in jedem Agentur-Workshop. Die Grenze kommt, sobald echtes Geld durch das System fließt — Zahlungen, Nutzerdaten, Verfügbarkeit, DSGVO. Ab da ist Software kein Wochenendprojekt mehr, sondern Betrieb. Der Prototyp aus eigener Hand ist die beste Vorbereitung auf das Gespräch mit jedem Anbieter dieser Tabelle.

Was kostet es, ein MVP entwickeln zu lassen?

Die ehrliche Antwort ist ein Korridor, kein Preis. Deutsche Agenturen rufen für ein MVP je nach Umfang 30.000 bis 150.000 Euro auf, bei drei bis sechs Monaten Laufzeit. Freelancer liegen bei 15.000 bis 40.000 Euro — wenn Sie die Projektleitung selbst stemmen. Darunter beginnt der Markt der Billiganbieter, und dort gilt eine einfache Regel: Was im Angebot fehlt, bezahlen Sie nach dem Launch. Entscheidender als die Summe ist, was sie enthält. Ein MVP ist kein fertiges Produkt, sondern die Version, mit der Sie am Markt lernen — wer Ihnen ein „fertiges Produkt zum Festpreis von 8.000 Euro“ verspricht, verkauft Ihnen einen Prototyp und nennt ihn anders. Rechnen Sie deshalb immer in zwei Etappen: Was kostet der Beweis (Prototyp), und was kostet der Betrieb (MVP mit Accounts, Zahlungen, Hosting, DSGVO)? Anbieter, die diese zwei Zahlen nicht trennen können, haben die zweite noch nie selbst verantwortet.

Und was kostet ein Fractional CTO?

Wenn nicht das Bauen fehlt, sondern die technische Führung, ist ein CTO auf Zeit die vierte Option neben dieser Tabelle. Der Markt im deutschsprachigen Raum liegt bei 1.500 bis 3.000 Euro im Monat für ein bis zwei Tage pro Woche, bei intensiveren Mandaten zwischen 8.000 und 15.000 Euro monatlich — verglichen mit 150.000 bis 220.000 Euro Jahresgehalt plus Beteiligung für einen Vollzeit-CTO, den ein junges Unternehmen ohnehin kaum bekommt. Der Haken bei den meisten Angeboten: Der Fractional CTO berät und führt, aber er baut nicht. Sie brauchen dann trotzdem noch jemanden aus den ersten drei Spalten der Tabelle. Genau deshalb kombiniere ich beides — erst bauen, zum Festpreis, dann führen. Eine Rolle, ein Verantwortlicher, kein Übergabeverlust.

Was ein Angebot verrät

Wenn Sie Angebote vergleichen, lesen Sie nicht die Featureliste — lesen Sie die Stellen, an denen das Angebot leise wird. Steht dort ein Festpreis oder „Aufwandsschätzung, Abrechnung nach Ist-Stunden“? Steht dort, wem der Code gehört, oder steht dort nichts? Gibt es eine Zeile für die Zeit nach dem Launch — Betrieb, Wartung, Weiterentwicklung — oder endet das Angebot am Tag der Übergabe? Und die wichtigste Frage stellt kaum jemand: Wer genau sitzt in sechs Monaten am Tisch, wenn etwas Grundsätzliches entschieden werden muss? Ein Angebot, das diese vier Punkte sauber beantwortet, dürfen Sie ernst nehmen — egal von wem es kommt.

Mein Modell in fünf Sätzen

Ich baue Ihre Software zum Festpreis: Konzept ab 2.500 €, Prototyp in 2–4 Wochen für typischerweise 30.000–60.000 €. Der Code gehört Ihnen, immer. Nach dem Launch bleibe ich — als CTO auf Zeit, bis Sie einen Vollzeit-CTO einstellen können. Bei ausgewählten Projekten beteilige ich mich selbst, dann tragen wir das Risiko gemeinsam. Eine Handvoll Projekte im Jahr, nicht mehr — wie das aussieht, steht auf der Startseite.

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30 Minuten. Danach wissen wir beide, ob es passt.

Sie sprechen direkt mit mir, nicht mit einem Vertrieb. Wenn es passt, bekommen Sie innerhalb von 48 Stunden einen Festpreis für Konzept und Prototyp. Wenn nicht, sage ich Ihnen das im Gespräch.

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